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Orchesterworkshop beim Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen

Zwei Busse mit einem überdimensionalen Edelweiß, die normalerweise dem Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr vorbehalten sind, machten sich eigens für das Schülerblasorchester unserer drei Realschulen aus Kaufering, Landsberg und Schongau auf den Weg, um gut 70 Musikerinnen und Musiker mitsamt ihren Instrumenten nach Garmisch-Partenkirchen zu fahren.

Nach einigen bangen Minuten an der Wache, ob uns die Sicherheitsleute überhaupt noch passieren lassen würden, kamen wir mit etwas Verspätung am Gebäude des Musikkorps´ an, wo wir kurz von Oberstabsfeldwebel Tobias Scharrer begrüßt und in den Proberaum geführt wurden.
Dort durften wir aus nächster Nähe, direkt hinter dem Dirigentenpult, der Probe beiwohnen. Die Intensität, Konzentration und Disziplin, die hier von den Profis an den Tag gelegt wurde, brachte so manchen Schüler zum Staunen. Major Piehlmayer, der Leiter des Orchesters, studierte Teile aus dem Konzertprogramm der kommenden Saison unter anderem von Leonard Bernstein ein, die bei vielen Lust machten, eines der kommenden Konzerte, z. B. am 11. März in Steingaden zu besuchen.

Doch damit nicht genug! Im Anschluss mischten sich die 70 Angereisten unter die Soldaten und probten intensiv an unterschiedlichen Werken des Schülerblasorchesters, wie der Feuerwerksmusik von Händel oder dem Highland Cathedral, welche dann auch bei unserem Konzert am 17. April in Landsberg zu hören sein werden. Weder die Uniformen noch der teilweise große Altersunterschied führten dabei zu Berührungsängsten. Und so konnten besonders wir einiges lernen und von dieser Zusammenarbeit profitieren, wobei sicherlich auch die Profis positive Eindrücke von der Arbeit mit Schülern gewinnen konnten. Musik ist eine eigene Sprache und verbindet eben - besonders wenn 100 Begeisterte zusammen Vollgas geben!

Die wohlverdiente Mittagspause mit jeder Menge Pizza verbrachten wir in geselliger Runde im Stüberl der Kompanie.

Im Anschluss stellte uns Herr Piehlmayer das Musikkorps, die Aufgaben und Pflichten eines Soldaten im Militärmusikdienst sowie alle Karrieremöglichkeiten und die Standorte der unterschiedlichen Kapellen bei der Bundeswehr vom Ausbildungsmusikkorps über Luftwaffen-, Heeres- und Marinemusikkorps bis zum Stabsmusikkorps und der Big Band der Bundeswehr. Dabei hatten die Schülerinnen und Schüler auch Gelegenheit, Fragen zu stellen. Auf besonderes Gehör stieß die Einladung, ein einwöchiges unverbindliches Praktikum beim Gebirgsmusikkorps zu absolvieren.

Bepackt mit vielen Eindrücken machten wir uns dann am Nachmittag wieder auf in Richtung unserer Schulen. Ein herzliches Dankeschön ergeht an Major Piehlmayer und alle seine Soldatinnen und Soldaten für die Zeit, die sie sich für uns genommen haben und an Major Hinterbrandner, der diese tolle Aktion initiiert und begleitet hat.
   
Text & Bilder: T. Roth