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Landwirtschaft zum Anfassen

Einen spannenden und lehrreichen Ausflug auf dem Seitzenhof der Familie Reßle durfte unsere fünfte Jahrhangsstufe erleben. Die Klassen machten sich jeweils zu Fuß auf den kurzen Weg zum Biobauernhof. Vor Ort durften die Kinder in den Stallungen und auf dem Gelände viel Interessantes über Kühe, Hühner und Schafe erfahren. Die Schüler lernten zum Beispiel, dass das Horn der Kuh wichtig für den Gasaustausch bei der Verdauung ist. Auch, dass man Eier keineswegs waschen sollte, bevor man sie in den Kühlschrank legt, war einigen bestimmt neu: Die Wachsschicht, die das Ei schützt, würde beim Waschen zerstört, was die Haltbarkeit ganz erheblich verkürzt.

In zahlreichen spannenden Schätzfragen zu den Tieren konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen überprüfen. Hätten Sie etwa gewusst, dass ein Küken nach drei Wochen aus dem Ei schlüpft und in konventionellen Mastbetrieben die Hühnchen bereits nach ca. 4 Wochen geschlachtet werden? Auch die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler blieben nicht unbeantwortet.

Nach einer kurzen Pause erklärte Frau Reßle viel Wissenswertes über Dinkel und Roggen. Die Ernte, die übrigens unmittelbar bevorsteht, sei immer ein Höhepunkt des Jahres für den Betrieb. Die Kinder durften frischgemahlenes Mehl probieren und zur Stärkung gab es noch selbstgebackene Roggensemmeln mit Butter zum Probieren. Ihre eigene Butter durften die Kinder im Anschluss aus Rahm herstellen. Durch kräftiges Schütteln bildeten sich in nur ein paar Minuten Butterkugeln. Faszinierend- und sehr lecker!

Wichtig ist es der Familie auch, bei den Kindern ein Bewusstsein für den Beruf des Landwirts, den Wert der Lebensmittel und das Tierwohl zu schaffen. Schließlich richtet der gesamte Lebensrhythmus der Familie nach den Tieren und der Natur und es steckt jede Menge Arbeit und Herzblut in der Produktion der Nahrungsmittel. Eine Botschaft die bei uns sicherlich angekommen ist!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Familie Reßle für diesen lehrreichen Vormittag auf dem Seitzenhof!

 

Text und Fotos: Kathrin Zellner